Unser Blog 2026
Schweigen ist der falsche Weg
Samstag, 28. März 2026 von Karsten & Franka Grigoleit
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Schweigen ist der falsche Weg
Es gibt Phasen, in denen wir nicht genau wissen, woran wir gerade sind. Ist nach Karneval schon Frühling oder ist Ostern noch gefühlt Winter? Sind wir wirklich verliebt oder nur ein wenig verknallt? Sind wir satt oder ist nicht doch noch Platz für eine kleine Portion dieses unwiderstehlichen Schokoladeneises? „Schwierig, schwierig“, möchte man meinen – obwohl das am Ende nur die sprichwörtlichen „Luxusprobleme“ sind.
Ungeklärte Situationen können wesentlich tiefergehend sein. Wenn der Haussegen schiefhängt und Familienmitglieder kaum noch oder gar nicht mehr miteinander sprechen, ist der Schritt zur Versöhnung oft schwer. Unter Umständen wird er verzögert, keine Partei möchte den ersten Schritt machen oder alle Seiten fühlen sich missverstanden und schlecht behandelt. Schließlich kommt vielleicht sogar der Moment, an dem es keinen Weg zurück zueinander zu geben scheint.
Aber das Leben wartet nicht. Jede Familie nimmt irgendwann Abschied, vielleicht von Opa, Oma oder einem Elternteil. Wenn Geschwister miteinander Streit haben, können sie – mit etwas Glück – eine Abschiedsfeier zum Anlass der Versöhnung nehmen. Dem verstorbenen Familienmitglied, das sicherlich unter dem Familienzwist gelitten hat, können sie damit aber nicht mehr helfen.
Noch schwerer ist die Situation, wenn ein Abschied bedeutet, dass es keine Gelegenheit mehr geben wird, um einen Streit zu beenden. Dann herrscht beim Blick zurück nicht nur Traurigkeit, sondern gleichzeitig die Gewissheit, eine unwiederbringliche Chance nicht genutzt zu haben.
Festgefahrene Konflikte können schneller als erwartet enden. Lassen Sie es also nicht so weit kommen. Neutrale Unterstützung bieten sogenannte Familienmediatoren. Sie helfen dabei, den Weg zurück in den Dialog zu öffnen. Weitere Informationen gibt es auf der Website des Bundesverbands MEDIATION e.V.: www.bmev.de
„Ganz schön kalt!“ - Grabpflege im Winter
Dienstag, 10. Februar 2026 von Karsten & Franka Grigoleit
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„Ganz schön kalt!“ - Grabpflege im Winter
Es geht nicht anders: Wir schlagen den Kragen hoch, ziehen die Mütze tief ins Gesicht und tragen unter unserer Jacke den dicksten Pullover, den unser Schrank hergibt. Wieder einmal kommt die strengste Kälte des Winters erst Wochen nach dem Jahreswechsel. Das macht den Menschen im Alltag zu schaffen – aber nicht nur ihnen. Die pflanzlichen und tierischen Bewohner der Grünflächen leiden ebenfalls unter dem Frost. Dazu zählen auch die Friedhöfe. Wer ein Grab zu pflegen hat, sollte jetzt einmal nach dem Rechten schauen. Was viele nicht wissen: Nicht der Frost allein ist das größte Problem, sondern die Kombination aus Sonne, Wind und gefrorenem Boden. Während die Blätter weiterhin Feuchtigkeit verdunsten, können die Wurzeln kein Wasser aufnehmen – die Pflanze verdurstet im Eis. Dieses sogenannte „Frosttrocknen“ zeigt sich erst Wochen später durch braune Blätter oder vertrocknete Triebspitzen. Wer ein Grab mit Immergrün pflegt, kann mit wenigen, achtsamen Handgriffen viel bewirken. Besonders wichtig ist der Schutz des Wurzelbereichs. Eine lockere Schicht aus Tannenzweigen, Laub oder Rindenmulch wirkt wie eine wärmende Decke und mildert extreme Temperaturschwankungen. Wer die Grabfläche nicht bereits im Herbst für den Winter vorbereitet hat, sollte diese Maßnahme jetzt nachholen. An frostfreien Tagen lohnt sich sogar ein vorsichtiges Gießen. Das fühlt sich ungewohnt an, hilft aber gegen Trockenschäden. Wichtig ist nur, dass der Boden tatsächlich aufgetaut ist, damit das Wasser versickern kann. Winterpflege am Grab ist mehr als reine Gartenarbeit. Sie ist eine stille Form der Fürsorge – für die Pflanzen und für den Ort der Erinnerung. Wer hinschaut und rechtzeitig schützt, sorgt dafür, dass das Grün auch im Frühjahr noch Trost und Leben ausstrahlt.
Was auch immer das neu Jahr bringt
Dienstag, 13. Januar 2026 von Karsten & Franka Grigoleit
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Was auch immer das neu Jahr bringt
Vielleicht war es eine lang durchfeierte Nacht, vielleicht auch eine nervtötende Knallerei: Den Neujahrsmorgen beginnen die meisten Menschen etwas müde. Langsam erwachen die Lebensgeister und zwischen der zweiten und der dritten Tasse Kaffee fangen die Gedanken an, um die Bedeutung des Tages zu kreisen – der ja eigentlich doch einer wie jeder andere ist. Was wird das Jahr 2026 wohl bringen? Freude, Glück, Gesundheit, weder Naturkatastrophen noch weitere Kriege? Oder doch das Gegenteil? Oder – und das dürfte die statistisch wahrscheinlichste Variante sein – von allem etwas? Niemand kann ernsthaft von sich behaupten, in die Zukunft blicken zu können. Das heißt aber nicht, dass wir uns nicht auf vieles vorbereiten könnten. Vorsorge für das eigene Lebensende zu treffen, ist dabei nichts Neues. Und das bedeutet mehr als die regelmäßig angesprochene Bestattungsvorsorge, so wichtig sie auch ist. Der Nachlass und der Zugriff auf diesen sind teils mit mehr, teils mit weniger Aufwand zu regeln. Ganz klar ist ein Testament wesentlich häufiger sinnvoll, als es auf den ersten Blick scheint. Denn es kann sich schnell lohnen, auch vermeintliche Kleinigkeiten von ideellem Wert in die richtigen Hände zu leiten. Für diese Verfügungen ist ein Rechtsanwalt oder Notar hilfreich. Einen anderen Schritt können Sie aber auch entspannt am Neujahrsmorgen gehen. Sichern Sie Ihren digitalen Nachlass, halten Sie die Zugangsdaten vom E-Mail-Account über Messenger-Apps bis zum Online-Banking fest. Wer aus Gründen der Datensicherheit einen – ohnehin dringend anzuratenden – Passwortmanager verwendet, hat den wichtigsten Schritt bereits getan. Denn dann müssen nur der Nutzername und das Login für diesen festgehalten und hinterlegt werden. So haben die Erben alle Accounts sicher an einem Ort und das neue Jahr kann kommen. Was immer es auch bringt!
